© Verlag Torsten Low 2019

Silke Alagöz

Nasses Grab

Über Silke Alagöz
Silke Alagöz wurde 1982 in Idar-Oberstein geboren. Seit 2010 veröffentlicht sie regionale Fantasyromane in ihrem eigenen Verlag Samhain & Beltane. Nach ihrem Belletristikstudium bei der Schule des Schreibens hat sie mehrere Erzählungen und Kurzgeschichten veröffentlicht, die unter anderem in Anthologien des Verlags Torsten Low und des Ulrich Burger Verlags zu finden sind. Als langjähriges Mitglied der Autorengruppe Das andere Buch und der Autorengruppe Nahe ist sie mit ihren Geschichten auch in Anthologien der Edition DAB und des Pandion Verlags vertreten. Hinzu kommt ein Kinderbuch für Erstleser im eigenen Verlag. Im Jahr 2014 wurde sie Mitherausgeberin der Fantasy-Anthologie »Die Götter des Imperiums« im Verlag Torsten Low. Zur Zeit macht Silke Alagöz eine Ausbildung zur Lektorin bei der Skript Akademie Drehbuch.
Die originale Geisterlegende
Die Geistersage, an die die Geschichte „Nasses Grab“ anlehnt, wird sich in der Hunsrück-Region (Rheinland-Pfalz), erzählt. Sie soll sich während des Siebenjährigen Krieges (18. Jahrhundert) in der Nähe von Birkenfeld zugetragen haben. Jene Geistersage handelt von einem Soldaten aus dem Heer der Rotmäntel, der bei einem geizigen reichen Bauern einquartiert wurde und es auf dessen Geld abgesehen hatte. Dieses war jedoch so gut versteckt, dass der Rotmantel es nirgends finden konnte. Eines Nachts drohte er dem Bauern mit dem Tod, woraufhin der verängstigte Mann in den Keller ging, wo das Geld vergraben lag. Aus Angst um seinen Reichtum schob der Bauer die Bretter von einem tiefen alten Brunnen und versteckte sich im Keller. Im Dunkeln tappte der Rotmantel in die heimtückische Falle und ertrank. Aus Angst, vor Gericht gebracht und aufgeknüpft zu werden, verschwieg der Bauer den Mord. Lediglich seinen erwachsenen Sohn weihte er in das Geheimnis ein. Von da an ging der Geist des Rotmantels im gesamten Haus um. Er forderte seinen Mörder auf, zu ihm in den Brunnen zu kommen, und trieb ihn damit nach und nach in den Wahnsinn. Als der Sohn eines Morgens an das Bett des Bauern kam, war dieses leer. Im Keller stand der Brunnen offen, und ihm wurde klar, dass der Rotmantel seinen Vater zu sich geholt hatte.
Interview mit Silke Alagöz
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Eigentlich habe ich schon immer geschrieben, seitdem ich mir im Kindergartenalter das Lesen und Schreiben selbst beigebracht hatte. Das ist mir wohl in die Wiege gelegt worden ;) Als Leser: Roman oder Kurzgeschichten? Am liebsten lese ich Romane, ab und zu aber auch Anthologien. Und als Autor? Romane schreibe ich definitiv am liebsten, ab und zu aber auch die eine oder andere Kurzgeschichte für Anthologien wie diese - oder für jene, die ich selbst herausgebe. Welche Genres liest du? Am allerliebsten Fantasy / Phantastik, entweder mit einer berührenden Liebesgeschichte, einem paranormalen Thema, leichtem Grusel oder mit mystisch-geschichtlichem Hintergrund. Und in welchen Genres schreibst du? In denselben, die ich auch lese. Was hat dich an der Ausschreibung „Geister der Vergangenheit“ gereizt? Mich hat das Thema im Allgemeinen sehr gereizt. Ich habe mich schon immer für lokale (Geister-)Geschichten begeistern können, daher fand ich es absolut cool, dass du die Idee zu einer solchen Anthologie hattest. Hätte gerade von mir stammen können ;) Glaubst du selbst an Geister und paranormale Ereignisse? Ja, auf jeden Fall. Für mich gehört so etwas zur (Grenz-)Wissenschaft und ist absolut kein Humbug, wie viele Menschen leider glauben. Für mich ist so etwas völlig natürlich, auch wenn der Mensch es nicht verstehen oder einordnen kann. Wenn ja, hast du selbst schon etwas in der Art erlebt? Ja, definitiv … Was würdest du machen, wenn dich ein Geist wie der Rotmantel heimsuchen würde? Oje … Schwer zu sagen. Womöglich umziehen oder auswandern, und wenn das nicht hilft, mir Hilfe bei jemand Professionellem suchen, der mich von diesem Geist befreien könnte. Meinst du, dass dein Protagonist den Spuk des Rotmantels verdient hat? Einerseits habe ich Mitleid mit dem Protagonisten, weil er seine Tat in Angst und Ratlosigkeit begangen hat. Aber andererseits, da er immer noch ein Mörder ist: Yep. Vielen Dank für das Interview!
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Silke Alagöz

Nasses Grab

Über Silke Alagöz
Silke Alagöz wurde 1982 in Idar-Oberstein geboren. Seit 2010 veröffentlicht sie regionale Fantasyromane in ihrem eigenen Verlag Samhain & Beltane. Nach ihrem Belletristikstudium bei der Schule des Schreibens hat sie mehrere Erzählungen und Kurzgeschichten veröffentlicht, die unter anderem in Anthologien des Verlags Torsten Low und des Ulrich Burger Verlags zu finden sind. Als langjähriges Mitglied der Autorengruppe Das andere Buch und der Autorengruppe Nahe ist sie mit ihren Geschichten auch in Anthologien der Edition DAB und des Pandion Verlags vertreten. Hinzu kommt ein Kinderbuch für Erstleser im eigenen Verlag. Im Jahr 2014 wurde sie Mitherausgeberin der Fantasy-Anthologie »Die Götter des Imperiums« im Verlag Torsten Low. Zur Zeit macht Silke Alagöz eine Ausbildung zur Lektorin bei der Skript Akademie Drehbuch.
Die originale Geisterlegende
Die Geistersage, an die die Geschichte „Nasses Grab“ anlehnt, wird sich in der Hunsrück-Region (Rheinland-Pfalz), erzählt. Sie soll sich während des Siebenjährigen Krieges (18. Jahrhundert) in der Nähe von Birkenfeld zugetragen haben. Jene Geistersage handelt von einem Soldaten aus dem Heer der Rotmäntel, der bei einem geizigen reichen Bauern einquartiert wurde und es auf dessen Geld abgesehen hatte. Dieses war jedoch so gut versteckt, dass der Rotmantel es nirgends finden konnte. Eines Nachts drohte er dem Bauern mit dem Tod, woraufhin der verängstigte Mann in den Keller ging, wo das Geld vergraben lag. Aus Angst um seinen Reichtum schob der Bauer die Bretter von einem tiefen alten Brunnen und versteckte sich im Keller. Im Dunkeln tappte der Rotmantel in die heimtückische Falle und ertrank. Aus Angst, vor Gericht gebracht und aufgeknüpft zu werden, verschwieg der Bauer den Mord. Lediglich seinen erwachsenen Sohn weihte er in das Geheimnis ein. Von da an ging der Geist des Rotmantels im gesamten Haus um. Er forderte seinen Mörder auf, zu ihm in den Brunnen zu kommen, und trieb ihn damit nach und nach in den Wahnsinn. Als der Sohn eines Morgens an das Bett des Bauern kam, war dieses leer. Im Keller stand der Brunnen offen, und ihm wurde klar, dass der Rotmantel seinen Vater zu sich geholt hatte.
Interview mit Silke Alagöz
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Eigentlich habe ich schon immer geschrieben, seitdem ich mir im Kindergartenalter das Lesen und Schreiben selbst beigebracht hatte. Das ist mir wohl in die Wiege gelegt worden ;) Als Leser: Roman oder Kurzgeschichten? Am liebsten lese ich Romane, ab und zu aber auch Anthologien. Und als Autor? Romane schreibe ich definitiv am liebsten, ab und zu aber auch die eine oder andere Kurzgeschichte für Anthologien wie diese - oder für jene, die ich selbst herausgebe. Welche Genres liest du? Am allerliebsten Fantasy / Phantastik, entweder mit einer berührenden Liebesgeschichte, einem paranormalen Thema, leichtem Grusel oder mit mystisch-geschichtlichem Hintergrund. Und in welchen Genres schreibst du? In denselben, die ich auch lese. Was hat dich an der Ausschreibung „Geister der Vergangenheit“ gereizt? Mich hat das Thema im Allgemeinen sehr gereizt. Ich habe mich schon immer für lokale (Geister-)Geschichten begeistern können, daher fand ich es absolut cool, dass du die Idee zu einer solchen Anthologie hattest. Hätte gerade von mir stammen können ;) Glaubst du selbst an Geister und paranormale Ereignisse? Ja, auf jeden Fall. Für mich gehört so etwas zur (Grenz- )Wissenschaft und ist absolut kein Humbug, wie viele Menschen leider glauben. Für mich ist so etwas völlig natürlich, auch wenn der Mensch es nicht verstehen oder einordnen kann. Wenn ja, hast du selbst schon etwas in der Art erlebt? Ja, definitiv … Was würdest du machen, wenn dich ein Geist wie der Rotmantel heimsuchen würde? Oje … Schwer zu sagen. Womöglich umziehen oder auswandern, und wenn das nicht hilft, mir Hilfe bei jemand Professionellem suchen, der mich von diesem Geist befreien könnte. Meinst du, dass dein Protagonist den Spuk des Rotmantels verdient hat? Einerseits habe ich Mitleid mit dem Protagonisten, weil er seine Tat in Angst und Ratlosigkeit begangen hat. Aber andererseits, da er immer noch ein Mörder ist: Yep. Vielen Dank für das Interview!
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