© Verlag Torsten Low 2019

André Geist

Der Jäger von Zweifall

Über André Geist
André Geist ist ein bärtiger Mann mit Büchern, gefangen im Körper eines etwas weniger bärtigen Mannes mit noch mehr Büchern. Letzterer wurde vor 40 Jahren im Ruhrgebiet geboren. Obwohl dieses bei weitem nicht so grau und trist ist, wie böse Zungen behaupten, zog es ihn von Kindesbeinen an in phantastische Welten, die er vor allem in Büchern fand. Wenn er nicht gerade auf der Scheibenwelt, im Neuengland des vorletzten Jahrhundert oder in anderen phantastischen Welten unterwegs ist, schreibt er selbst phantastische Kurzgeschichten.
Originale Geisterlegende
Oberhalb von Zweifall gab es einen versessenen Jäger, der nichts lieber tat, als im Wald auf die Jagd zu gehen. Und weil er es so sehr liebte, sagte er einmal unbedacht: „Lieber will ich auf den Himmel verzichten als auf meine Jagd.“ Er wurde älter und starb. Als er vor der Himmelstür um Einlass bat, wurde er jedoch abgewiesen und an seine Worte erinnert. Daher sollte er für immer in Zweifall jagen. Der Jäger kehrte also zurück nach Zweifall und tat das, was er am Liebsten tat. Immer wenn es stürmt ertönen seine Schüsse und Hundegebell im Wald. Wer ihn verhöhnt und nachäfft, dem erscheint der Jäger. Er wirft ihm einen Wildbretknochen vor die Füße und ruft: „Ihr habt mir geholfen jagen, Ihr sollt auch helfen nagen.“ Wer nicht die richtige Antwort weiß, kehrt niemals mehr nach Hause zurück. Wer aber sagt: „Zu Fleisch gehört auch Salz!“, der wird verschont.
Interview mit dem Autor
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Ich war schon immer Vielleser und hatte zu der Zeit einen Bücher-Blog. Als mich die Bitte erreichte eine Ausschreibung zum Thema »Flucht« zu bewerben, hat mich das Thema so gereizt, dass ich mich selbst daran versucht habe. Als Leser: Roman oder Kurzgeschichten? Einerseits liebe ich Kurzgeschichten. Viele gute Ideen lassen sich in diesem Format hervorragend und ohne Längen erzählen. Da ich aber ungern mehrere Kurzgeschichten hinter einander lese, greife ich meist zu Romanen. Und als Autor? Bislang ausschließlich Kurzgeschichten. Welche Genre liest du? Primär Phantastik in allen möglichen Spielarten. Und in welchen Genre schreibst du? Ebenfalls Phantastik. Aber nicht in allen möglichen Varianten. Funny Fantasy – ein Sub-Genre, das ich besonders gerne lese – liegt mir zum Schreiben gar nicht. Wobei ich zugeben muss, mich auch daran schon versucht zu haben. Vielleicht fällt euch ja mal das Con-Heft in die Hände, in dem die Geschichte abgedruckt ist. Falls dem so ist, seid so nett und lest sie nicht. Was hat dich an der Ausschreibung „Geister der Vergangenheit“ gereizt? Seit ich am Rand der Eifel wohne, faszinieren mich die vielen Sagen, die hier überall sehr präsent sind. Immer wenn ich eine neue Sage höre, frage ich mich: Wie ist sie wohl entstanden? Was liegt ihr zu Grunde? Die »Geister der Vergangenheit« gingen in eine sehr ähnliche Richtung. Glaubt Ihr selbst an Geister und paranormale Ereignisse? Als wissenschtlich ausgebildeter Mensch glaube ich natürlich nicht daran. Trotzdem würde ich mich nicht vor den Spiegel stellen und dreimal »Bloody Mary« sagen. Sicher ist sicher.  Wenn ja, hast du selbst schon etwas in der Art erlebt? Nein. Warst du schon einmal im Wald von Zweifall? Ja. Als ich mich entschieden hatte mich dieser Sage zu widmen, bin ich dort spazieren gegangen. Aber natürlich bei Tag und guten Wetter. Sicher ist sicher. Aber das sagte ich ja bereits. Hast du schon mal den Jäger dort herausgefordert (oder würdest du es, wenn du mal dort unterwegs wärst)? Nein, sicher ist … Ach, das hatten wir ja bereits. Aber im Ernst: In wilden Sturmnächten sollte man sich nicht im Wald herumtreiben. Was wäre wohl in deiner Geschichte die richtige Erwiderung auf den Satz des Jägers gewesen? Eine die er noch nicht gehört hat. Aber wer kann schon wissen, was man ihm bereits erwidert hat und was nicht? Warst du selbst schon einmal auf der Jagd? Nein. Vielen Dank für das Interview!
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Die Bilderrechte liegen bei André Geist. Die Bilderrechte liegen bei André Geist.
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André Geist

Der Jäger von Zweifall

Über André Geist Die Bilderrechte liegen bei André Geist.
André Geist ist ein bärtiger Mann mit Büchern, gefangen im Körper eines etwas weniger bärtigen Mannes mit noch mehr Büchern. Letzterer wurde vor 40 Jahren im Ruhrgebiet geboren. Obwohl dieses bei weitem nicht so grau und trist ist, wie böse Zungen behaupten, zog es ihn von Kindesbeinen an in phantastische Welten, die er vor allem in Büchern fand. Wenn er nicht gerade auf der Scheibenwelt, im Neuengland des vorletzten Jahrhundert oder in anderen phantastischen Welten unterwegs ist, schreibt er selbst phantastische Kurzgeschichten.
Originale Geisterlegende Die Bilderrechte liegen bei André Geist.
Oberhalb von Zweifall gab es einen versessenen Jäger, der nichts lieber tat, als im Wald auf die Jagd zu gehen. Und weil er es so sehr liebte, sagte er einmal unbedacht: „Lieber will ich auf den Himmel verzichten als auf meine Jagd.“ Er wurde älter und starb. Als er vor der Himmelstür um Einlass bat, wurde er jedoch abgewiesen und an seine Worte erinnert. Daher sollte er für immer in Zweifall jagen. Der Jäger kehrte also zurück nach Zweifall und tat das, was er am Liebsten tat. Immer wenn es stürmt ertönen seine Schüsse und Hundegebell im Wald. Wer ihn verhöhnt und nachäfft, dem erscheint der Jäger. Er wirft ihm einen Wildbretknochen vor die Füße und ruft: „Ihr habt mir geholfen jagen, Ihr sollt auch helfen nagen.“ Wer nicht die richtige Antwort weiß, kehrt niemals mehr nach Hause zurück. Wer aber sagt: „Zu Fleisch gehört auch Salz!“, der wird verschont.
Interview mit dem Autor
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Ich war schon immer Vielleser und hatte zu der Zeit einen Bücher-Blog. Als mich die Bitte erreichte eine Ausschreibung zum Thema »Flucht« zu bewerben, hat mich das Thema so gereizt, dass ich mich selbst daran versucht habe. Als Leser: Roman oder Kurzgeschichten? Einerseits liebe ich Kurzgeschichten. Viele gute Ideen lassen sich in diesem Format hervorragend und ohne Längen erzählen. Da ich aber ungern mehrere Kurzgeschichten hinter einander lese, greife ich meist zu Romanen. Und als Autor? Bislang ausschließlich Kurzgeschichten. Welche Genre liest du? Primär Phantastik in allen möglichen Spielarten. Und in welchen Genre schreibst du? Ebenfalls Phantastik. Aber nicht in allen möglichen Varianten. Funny Fantasy – ein Sub-Genre, das ich besonders gerne lese – liegt mir zum Schreiben gar nicht. Wobei ich zugeben muss, mich auch daran schon versucht zu haben. Vielleicht fällt euch ja mal das Con-Heft in die Hände, in dem die Geschichte abgedruckt ist. Falls dem so ist, seid so nett und lest sie nicht. Was hat dich an der Ausschreibung „Geister der Vergangenheit“ gereizt? Seit ich am Rand der Eifel wohne, faszinieren mich die vielen Sagen, die hier überall sehr präsent sind. Immer wenn ich eine neue Sage höre, frage ich mich: Wie ist sie wohl entstanden? Was liegt ihr zu Grunde? Die »Geister der Vergangenheit« gingen in eine sehr ähnliche Richtung. Glaubt Ihr selbst an Geister und paranormale Ereignisse? Als wissenschtlich ausgebildeter Mensch glaube ich natürlich nicht daran. Trotzdem würde ich mich nicht vor den Spiegel stellen und dreimal »Bloody Mary« sagen. Sicher ist sicher.  Wenn ja, hast du selbst schon etwas in der Art erlebt? Nein. Warst du schon einmal im Wald von Zweifall? Ja. Als ich mich entschieden hatte mich dieser Sage zu widmen, bin ich dort spazieren gegangen. Aber natürlich bei Tag und guten Wetter. Sicher ist sicher. Aber das sagte ich ja bereits. Hast du schon mal den Jäger dort herausgefordert (oder würdest du es, wenn du mal dort unterwegs wärst)? Nein, sicher ist … Ach, das hatten wir ja bereits. Aber im Ernst: In wilden Sturmnächten sollte man sich nicht im Wald herumtreiben. Was wäre wohl in deiner Geschichte die richtige Erwiderung auf den Satz des Jägers gewesen? Eine die er noch nicht gehört hat. Aber wer kann schon wissen, was man ihm bereits erwidert hat und was nicht? Warst du selbst schon einmal auf der Jagd? Nein. Vielen Dank für das Interview!
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