© Verlag Torsten Low 2019

R. M. Holtz

Die Rache des Ritters

Über R. M. Holtz
Hinter R.M. Holtz verbirgt sich ein Berliner Ehepaar, das sich seit Jahrzehnten die Leidenschaft für Bücher teilt. Nun – nach erreichtem Ruhestand - haben sie ihre erste Kurzgeschichte „Die Rache des Ritters“ geschrieben, die es gleich in die Anthologie „Geister der Vergangenheit“ schaffte.
Die originale Geisterlegende
Der Ritter Christian Friedrich von Kahlbutz iwurde im Jahre 1690 von seiner Dienstmagd Maria Leppin des Mordes an ihrem Verlobten, dem Schäfer Pickert, beschuldigt. Damit soll sich der Ritter dafür gerächt haben. weil die Magd ihm das „Recht der ersten Nacht“ verweigert hatte. Zudem befand sich der Ritter mit dem Schäfer im Streit um die Größe des Weideplatzes. Die Tat geschah am Bückwitzer See. Da es für den Mord keine Zeugen gab, wurde der Ritter Kahlbutz aufgrund seiner eidlichen Aussage freigesprochen. Der Legende nach soll er geschworen haben: „Wenn ich doch der Mörder bin gewesen, dann wolle Gott, soll mein Leichnam nie verwesen.“ Als er später starb, verweste sein Körper nicht, obwohl er nicht einbalsamiert wurde. Die Wissenschaft untersucht dieses mysteriöse Phänomen. Um die nicht verweste Leiche wurden im Laufe der Zeit verschiedene Spuk- und skurrile Geschichten erzählt. Selbst Theodor Fontane schrieb über den Ritter, dass Napoleons Soldaten die Leiche aus Spaß am Altar kreuzigen wollten. Doch als sie versuchten, die linke Hand an das Holz zu nageln, sprang diese zurück in die Ausgangsposition. Dabei ohrfeigte sie einen der Soldaten, der vor Schreck starb. Auch am Ort des ursprünglichen Verbrechens soll man die Auswirkungen von dem Mord spüren. Fontane beschreibt, dass auf der Schwenzenbrücke am Bückwitzer See die mitternächtlichen Passanten eine unsichtbare Last verspüren, die schwerer würde, umso mehr man versucht, sie loszuwerden. Erst wenn sie weit genug vom Ort des Verbrechens entfernt waren, ließ diese Last los. Auch Pferde sollen an dieser Stelle um Mitternacht scheuen, durchgehen oder stehenbleiben. Im Jahre 1806 soll ein französischer Offizier Schabernack mit der Leiche des Ritters angestellt haben: Er nahm ihn aus dem Sarg, beschimpfte und bespuckte ihn. Anschließend legte er ihn falsch herum zurück. Bevor er ging, forderte der Offizier den Ritter heraus, indem er ihn aufforderte, ihn um Mitternacht in seinem Quartier zu besuchen, wenn er wirklich spuken würde. Am nächsten Tag wurde der Offizier tot in seinem Zimmer gefunden. Sein Genick war um 180° verdreht. Mysteriöserweise sollen alle Fenster und Türen von innen verriegelt gewesen sein. Ein Eindringen von außen schien ausgeschlossen. Die französischen Soldaten ließen ihre Wut an den Dorfbewohnern aus. Der tote Ritter wurde gerne für Streiche benutzt. Besonders beliebt war er bei Hochzeiten. Im Jahre 1913 wurde er beispielsweise ins Brautbett einer frisch vermählten Braut gelegt.
Interview mit R. M. Holtz
Wie seid ihr zum Schreiben gekommen? Ich, Manfred,  habe bereits in meiner Jugend einige Kurzgeschichten geschrieben. Als Sarina Wood  uns von der Ausschreibung zur Anthologie Geister der Vergangenheit berichtete, waren wir  gleich Feuer und Flamme und hatten auch bald Ideen zum Thema. Als Leser: Roman oder Kurzgeschichten? Wir lesen sehr gern Romane. Und als Autor? Da haben wir bisher zwei  Kurzgeschichten geschrieben. Welche Genres lest ihr? Überwiegend lesen wir historische Romane und Thriller. Und in welchen  Genres schreibt ihr? Wir haben uns da nicht festgelegt. Bisher waren es Horror- und Phantasiegeschichten. Was hat euch an der Ausschreibung „Geister der Vergangenheit“ gereizt? Die Verbindung zwischen realem historischem Hintergrund und Phantasie fanden wir spannend. Glaubt ihr selbst an Geister und paranormale Ereignisse? Eigentlich glauben wir nicht daran,  aber wir sind uns  nicht hundertprozentig sicher. Wenn ja, habt ihr selbst schon etwas in der Art erlebt? Nein Der Ritter, der nicht verwest, ist der Kernpunkt eurer Geschichte. Wart ihr schon mal dort? Leider waren wir noch nicht in Kampehl,  werden den Ort  aber sicher noch besuchen. Es wurde mit dem Ritter in der Vergangenheit viel Schabernack getrieben, z.B. wurde er jemandem als Streich ins Bett gelegt. Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr nach Hause kommt und den Ritter in eurem Bett vorfinden würdet? Das wäre für uns der blanke Horror!!! Was hat euch an dieser Geisterlegende so fasziniert? Die Tatsache, dass der Leichnam des Ritters von  1702 bis heute  nicht verweste und der Ritter der Legende nach dadurch  des  Meineides überführt wurde, war für uns ausschlaggebend.  Vielen Dank für das Interview!  
YouTube-Links Sonstige Links Die Bilderrechte liegen bei R. M. Holtz.
© Verlag Torsten Low

R. M. Holtz

Die Rache des Ritters

Über R. M. Holtz Die Bilderrechte liegen bei R. M. Holtz.
Hinter R.M. Holtz verbirgt sich ein Berliner Ehepaar, das sich seit Jahrzehnten die Leidenschaft für Bücher teilt. Nun – nach erreichtem Ruhestand - haben sie ihre erste Kurzgeschichte „Die Rache des Ritters“ geschrieben, die es gleich in die Anthologie „Geister der Vergangenheit“ schaffte.
Die originale Geisterlegende
Der Ritter Christian Friedrich von Kahlbutz iwurde im Jahre 1690 von seiner Dienstmagd Maria Leppin des Mordes an ihrem Verlobten, dem Schäfer Pickert, beschuldigt. Damit soll sich der Ritter dafür gerächt haben. weil die Magd ihm das „Recht der ersten Nacht“ verweigert hatte. Zudem befand sich der Ritter mit dem Schäfer im Streit um die Größe des Weideplatzes. Die Tat geschah am Bückwitzer See. Da es für den Mord keine Zeugen gab, wurde der Ritter Kahlbutz aufgrund seiner eidlichen Aussage freigesprochen. Der Legende nach soll er geschworen haben: „Wenn ich doch der Mörder bin gewesen, dann wolle Gott, soll mein Leichnam nie verwesen.“ Als er später starb, verweste sein Körper nicht, obwohl er nicht einbalsamiert wurde. Die Wissenschaft untersucht dieses mysteriöse Phänomen. Um die nicht verweste Leiche wurden im Laufe der Zeit verschiedene Spuk- und skurrile Geschichten erzählt. Selbst Theodor Fontane schrieb über den Ritter, dass Napoleons Soldaten die Leiche aus Spaß am Altar kreuzigen wollten. Doch als sie versuchten, die linke Hand an das Holz zu nageln, sprang diese zurück in die Ausgangsposition. Dabei ohrfeigte sie einen der Soldaten, der vor Schreck starb. Auch am Ort des ursprünglichen Verbrechens soll man die Auswirkungen von dem Mord spüren. Fontane beschreibt, dass auf der Schwenzenbrücke am Bückwitzer See die mitternächtlichen Passanten eine unsichtbare Last verspüren, die schwerer würde, umso mehr man versucht, sie loszuwerden. Erst wenn sie weit genug vom Ort des Verbrechens entfernt waren, ließ diese Last los. Auch Pferde sollen an dieser Stelle um Mitternacht scheuen, durchgehen oder stehenbleiben. Im Jahre 1806 soll ein französischer Offizier Schabernack mit der Leiche des Ritters angestellt haben: Er nahm ihn aus dem Sarg, beschimpfte und bespuckte ihn. Anschließend legte er ihn falsch herum zurück. Bevor er ging, forderte der Offizier den Ritter heraus, indem er ihn aufforderte, ihn um Mitternacht in seinem Quartier zu besuchen, wenn er wirklich spuken würde. Am nächsten Tag wurde der Offizier tot in seinem Zimmer gefunden. Sein Genick war um 180° verdreht. Mysteriöserweise sollen alle Fenster und Türen von innen verriegelt gewesen sein. Ein Eindringen von außen schien ausgeschlossen. Die französischen Soldaten ließen ihre Wut an den Dorfbewohnern aus. Der tote Ritter wurde gerne für Streiche benutzt. Besonders beliebt war er bei Hochzeiten. Im Jahre 1913 wurde er beispielsweise ins Brautbett einer frisch vermählten Braut gelegt.
Interview mit R. M. Holtz
Wie seid ihr zum Schreiben gekommen? Ich, Manfred,  habe bereits in meiner Jugend einige Kurzgeschichten geschrieben. Als Sarina Wood  uns von der Ausschreibung zur Anthologie Geister der Vergangenheit  berichtete, waren wir  gleich Feuer und Flamme und hatten auch bald Ideen zum Thema. Als Leser: Roman oder Kurzgeschichten? Wir lesen sehr gern Romane. Und als Autor? Da haben wir bisher zwei  Kurzgeschichten geschrieben. Welche Genres lest ihr? Überwiegend lesen wir historische Romane und Thriller. Und in welchen  Genres schreibt ihr? Wir haben uns da nicht festgelegt. Bisher waren es Horror- und Phantasiegeschichten. Was hat euch an der Ausschreibung „Geister der Vergangenheit“ gereizt? Die Verbindung zwischen realem historischem Hintergrund und Phantasie fanden wir spannend. Glaubt ihr selbst an Geister und paranormale Ereignisse? Eigentlich glauben wir nicht daran,  aber wir sind uns  nicht hundertprozentig sicher. Wenn ja, habt ihr selbst schon etwas in der Art erlebt? Nein Der Ritter, der nicht verwest, ist der Kernpunkt eurer Geschichte. Wart ihr schon mal dort? Leider waren wir noch nicht in Kampehl,  werden den Ort  aber sicher noch besuchen. Es wurde mit dem Ritter in der Vergangenheit viel Schabernack getrieben, z.B. wurde er jemandem als Streich ins Bett gelegt. Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr nach Hause kommt und den Ritter in eurem Bett vorfinden würdet? Das wäre für uns der blanke Horror!!! Was hat euch an dieser Geisterlegende so fasziniert? Die Tatsache, dass der Leichnam des Ritters von  1702 bis heute  nicht verweste und der Ritter der Legende nach dadurch  des  Meineides überführt wurde, war für uns ausschlaggebend. Vielen Dank für das Interview!  
YouTube-Links Sonstige Links