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Silke Pahl
Schattennacht
Silke Pahl wurde am 15. März 1978 in Berlin geboren und besuchte bis 1997 das Albert-Schweitzer-Gymnasium mit
Schwerpunkt Deutsch und Kunst. Während dieser Zeit nahm sie auch an den Schreibwerkstätten der
Jugendkunstschule Atrium Berlin teil.
Von 1997 bis 2001 absolvierte sie eine Ausbildung zur Goldschmiedin, blieb noch zwei Jahre in diesem Beruf tätig und
studierte anschließend 2003-2011 erfolgreich Angewandte Geowissenschaften an der TU Berlin.
Ihre Erfahrungen lässt sie dabei gern in ihre literarischen Werke einfließen.
Nach dem Diplom beteiligte sie sich bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe an einem Fachbuch
über die Geologie Niedersachsens und befasst sich intensiv mit dem Schreiben von Low-Fantasy-Romanen.
Der Alchimist Johann Kunckel arbeitete zwischen 1685 und 1689 im Auftrag des damaligen Kurfürsten Friedrich von
Brandenburg auf der Pfaueninsel. Sein Labor steht heute nicht mehr, aber ein Stein erinnert noch an ihn. Seine Arbeit war
so geheim, dass gemunkelt wurde, er wäre ein Zauberer und soll für den Kurfürsten Gold herstellen. Das Betreten der Insel
war zu dieser Zeit verboten. Die Leute verdächtigten ihn, einen Pakt mit dem Teufel zu haben. 1689 kam es während eines
Experimentes zu einer Explosion und das Labor brannte ab. Damit endeten die Experimente auf der Pfaueninsel.
Der Nachfolger des Kurfürsten, Friedrich III. , klagte Kunckel als Hexer an und verbannte ihn. Der Alchimist flüchtete nach
Schweden, wo er 1703 starb. Obwohl er nicht auf der Pfaueninsel starb, soll er dennoch dort als Geist um Mitternacht mit
leuchtenden roten Augen umhergehen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht mehr so genau. Ich besaß schon immer eine lebhafte Phantasie und sobald ich einen
Stift zur Hand nahm, legte ich los, egal ob in Wort oder Bild.
Als Leser: Roman oder Kurzgeschichten?
Sowohl als auch. Romane aber entführen mich tiefer in fremde Welten.
Und als Autor?
Lieber Romane. Ich kann mich so schlecht kurzfassen.
Welche Genres liest du?
Eigentlich fast alles, wenn es mich fesselt.
Und in welchen Genres schreibst du?
Hauptsächlich Low-Fantasy, aber auch mal Sci-Fi oder Horror.
Was hat dich an der Ausschreibung „Geister der Vergangenheit“ gereizt?
Ich hab eine Schwäche für Horrorgeschichten, die ein Fünkchen Wahrheit in sich tragen könnten.
Glaubst du selbst an Geister und paranormale Ereignisse?
Eher nicht. Aber frag mich das nochmal, wenn ich nachts allein im Wald unterwegs bin. ;o)
Der Mensch hat noch lange nicht alles erforscht, was es in diesem Universum gibt. Also lassen wir uns überraschen.
Wenn ja, hast du selbst schon etwas in der Art erlebt?
Kann ich schlecht beurteilen.
Bist du gerne auf der Pfaueninsel?
Ich war bisher nur einmal dort und es war ganz nett. Allerdings sollte man sich eine Zeit aussuchen, wo nicht ganz so
viele Besucher vor Ort sind.
Kanntest du die Geschichte des Alchemisten bereits vor der Ausschreibung?
Nein, ich bin durch Zufall darüber gestolpert, als ich nach Berliner Geistergeschichten suchte.
Würdest du die Nacht auf der Pfaueninsel verbringen?
Ähhhh . . . .
Vielen Dank für das Interview!