© Verlag Torsten Low 2019
Erya Veger
Ruhelos
Erya Veger wurde 1993 im beschaulichen Lichtenfels, in Bayern geboren. Seit
sie lesen kann, sind Bücher ihre ganze Welt. Sie liebt es, in Geschichten
einzutauchen und ihre Fantasie auf Reisen zu schicken. Schon als Elfjährige
startete sie einen ersten Versuch als Schriftstellerin und tippte begeistert auf
der alten Schreibmaschine ihres Vaters. So wundert es nicht, dass sie
schließlich Bibliothekarin wurde und auch nie mit dem Schreiben aufgehört
hat. Vornehmlich schreibt sie Kurzgeschichten und Romane in den Genres
Fantasy, Mystery und Horror, für die Zielgruppen Jugendliche und junge
Erwachsene.
Die sportbegeisterte Autorin lebt und arbeitet heute in Bamberg. In ihrer
Freizeit verausgabt sie sich am liebsten beim Mountainbiken und Wandern in
der Natur und sucht nach immer neuen Herausforderungen beim Klettern in
den Bergen.
Weitere Informationen zu Erya Veger und ihren Büchern gibt es
unter:www.erya-veger.de
Haus Fühlingen ist ein bekanntes Spukhaus in Köln mit einer blutigen Geschichte. Erbaut wurde es als
Gutshof mit einem Pferdegestüt. Jedoch erwies sich der Standort nicht für Pferde geeignet und so wurde
es verkauft. Die Nazis nutzten den Gutshof für die Unterbringung von Zwangsarbeitern. In dieser Zeit soll
sich der 19-jährige Pole Edward M. eine heimliche Liebesbeziehung zu der minderjährigen Tochter des
Gutsbesitzers gehabt haben. Als ihr Vater davon erfuhr, wurde der Zwangsarbeiter von der Gestapo Köln
verhaftet und am 15. Januar 1943 in einer alten Ziegelei in der Nähe ds Gutshauses erhängt. Die Tochter
soll später angegeben haben, dass der Zwangsarbeiter sich ihr gegenüber nicht unsittlich verhalten habe.
Noch heute kursiert jedoch die Geschichte, dass Edwards Geist auf der Suche nach seiner Liebsten über
dass Anwesen irre. Eine andere Legende besagt, dass sein Geist sich gerächt und die Bewohner des
Hauses hinter dem Anwesen erschlagen hat.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer ziemlich lebhaft geträumt. Eines Morgens habe ich mich dann entschieden, aus einem der
Träume ein Buch zu schreiben.
Als Leser: Roman oder Kurzgeschichten?
Romane - umso länger, desto besser.
Und als Autor?
Auch Romane, da man dabei die Charaktere viel schöner ausarbeiten kann. Aber ich schreibe auch sehr gern
zwischendurch Kurzgeschichten.
Welche Genres liest du?
Überwiegend Fantasy.
Und in welchen Genres schreibst du?
Ebenfalls Fantasy.
Was hat dich an der Ausschreibung „Geister der Vergangenheit“ gereizt?
Ich probiere immer wieder gern neue Genres aus und hatte mich davor schon ein paarmal an Horror-Kurzgeschichten
versucht – und musste feststellen, dass es mir sehr viel Spaß macht. Mich dann auch noch mit einem realen Ort und
dessen Geistergeschichte auseinanderzusetzen fand ich sehr spannend.
Glaubst du selbst an Geister und paranormale Ereignisse?
Nein, was nicht bedeutet, dass ich nicht unglaublich schreckhaft bin.
Wenn ja, hast du selbst schon etwas in der Art erlebt?
Ich habe schon einmal etwas Merkwürdiges erlebt – nachts – verbuche es aber als Traum. Alles andere wäre zu
gruselig.
Kanntest du die Legende von dem Zwangsarbeiter schon bevor du diese Geschichte geschrieben hattest?
Nein. Ich habe nach interessanten Spukorten gesucht und fand diese Geschichte am Ansprechendsten.
Deine Protagonisten dringen in einen Lost Place ein um dort zu übernachten und sich vor dem Regen zu
schützen. Hättest du das auch getan?
Ich denke schon. Und solange man niemanden stört …
Deine Protagonisten waren nicht auf Geisterjagd. Was denkst du davon, dass Menschen Hausfriedensbruch
begehen, weil sie Geister sehen wollen, obwohl sie sich in Lebensgefahr begeben?
Damit habe ich mich bislang nicht beschäftigt. Aber ich finde Hausfriedensbruch nicht in Ordnung. Hier sollte man die
Grenzen wahren. Notfalls würde ich mit dem Besitzer Kontakt aufnehmen.
Vielen Dank für das Interview!